Traumlos... Ziellos

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Überschäumende Gefühle

Die vergangenen Tage habe ich viel nachgedacht und habe an meinem Liebskummer gearbeitet. Wie es mir klar war, dass dieser Mann mir mein Herz brechen würde... Warum habe ich mich trotzdem darauf eingelassen?
Ich konnte mich dagegen stemmen, wie ich wollte. Der Gedanke an diese tiefen grünen Augen mit dem braunen Kranz um die Iris herum, lässt mich einfach schwach werden.
Habe mich mal wieder einem Traum hingegeben. Er hat oft genug gesagt, dass er absolut nichts für mich empfindet.
Aber warum hielt er mich dann so im Arm? Warum sagte er mir dann, dass er es toll findet mich im Arm zu halten, weil er dann das Gefühl hat mich beschützen zu können? Warum wollte er mich nicht gehen lassen, als ich musste? Warum hat er fast geweint, als ich ging?
Und dann versuche ich wieder etwas mehr Abstand zwischen uns beide zu bekommen, weil ich spürte, wie er sich zurückzog und seine Antwort:
Du wärst sowieso nur gegen eine Mauer gelaufen.
Nett.
Ausgesprochen umsichtig.
So sehr es die Wahrheit sein sollte, umso mehr schmerzt es. Ich fühle mich, als hätte er mich benutzt, um ihn zu verderben. Der folgende Gedanke durchfuhr mich heute, wie ein kalter Schauer.
Er hatte gesagt, dass ich immer ein Teil von ihm sein werde, weil wir Sex hatten.
Ja, ich werde immer die sein, die er als erstes Mal gevögelt hat ohne etwas für sie zu empfinden.
Großartig.
Klasse.
Heartbreaking.
Vollkommen unabhängig davon, ob ich ihn liebe oder nicht (denn ganz ehrlich: Ich weiß es einfach nicht), tut es nur unendlich weh.
Als ich ihn kennen lernte, war er so rein und unverdorben. Nun mit dem Gedanken leben zu müssen, dass ich so etwas Reines so verdorben habe, bricht mein seelisches Rückgrat.
So etwas Reines, wie ihn, hätte ich wohl auch niemals verdient. Ich fühle mich verdorben, dreckig... Ich fühle mich benutzt und weggeworfen.
Normalerweise war ich es, die stets die Menschen nur benutzt hat, die sich nie eingelassen hat auf eine zu tiefe Bindung. Vorallem nicht, nachdem Adam fort war.
GOTT! Er weiß so verdammt viel über mich. So vieles, was ich mit ins Grab nehmen wollte. Ich fühle mich ausgenutzt und verraten und gleichzeitig unendlich verliebt und unendlich traurig.
Bei ihm zu sein, war so einfach. Sein Lächeln, sein Geruch, das Gefühl seiner Haut. Er war nach all den Jahren mit Sascha, der meine Liebe kategorisch ausnutzte und zerstörte, immer noch die beste Wahl, die ich treffen konnte. Denn ich habe ihm vertraut.
Habe mich einmal so gehen lassen, wie ich es zuletzt bei Adam tat.
Ich wünsche mir so sehr, dass es nun vorbei ist. Dass mein Herz nun endgültig erfroren ist und niemand mehr es auftauen kann.
Diese leise Stimme in mir, die noch immer auf ein Happy End hofft, stirbt von Tag zu Tag.
Nur heute, als er schrieb (denn wir hatten uns nach den oben genannten Satz gestritten, denn nur ein einziges Mal wollte ich meine Gefühle nicht runterschlucken!), da machte mein Herz einen Schlag weniger.
Seinen Namen zu lesen, die ersten Worte seiner Nachricht.
Warum hat er solche Macht über mich?
Ich könnte damit leben, dass er mir ein Halsband umlegt, mich als seine persönliche Sklavin hält. Diese Art der Loyalität und Zuneigung ist so neu für mich, dass ich selber davor zurückschrecke.
Ich will gar nicht mit ihm zusammen sein.
Ich wünsche mir so sehr, dass er glücklich ist! Aber mit solch einem kaputten und dreckigen Wesen, wie mir, wird er es niemals können.
Zudem trennen uns beide so viele Kilometer Hamburg - Nürnberg... .
Und dann höre ich wieder diese leise Fistelstimme in mir, die mir zuraunt, dass Liebe jede Entfernung überwindet. Dass ich doch nicht vergessen soll, dass ich auch nach 9 Jahren noch immer Adam liebe.
Obwohl die Liebe nachweislich sehr einseitig ist.
Deswegen baue ich nicht darauf, dass meine Liebe zu diesem Mann weniger wird, wenn wir keinen Kontakt haben. Ich fürchte, dass es für mich von Tag zu Tag schlimmer wird. Weil es meine Buße ist mich selber damit so lange zu quälen, bis es nicht mehr schmerzt. Bis ich nicht mehr weinen muss... .
Auch jetzt laufen mir die Tränen über das Gesicht.
Bei dem Gedanken daran, dass er meine wahren Gefühle für ihn niemals erfahren wird.
Bei dem Gedanken daran, dass ich niemals die Chance haben werde, um ihn glücklich zu machen.
Bei dem Gedanken daran, dass er dort draußen ist und lebt und nicht das gleiche empfindet.
So versuche ich also diese Fistelstimme in mir mit Vernunft niederzuringen.
Gerade einmal 2 Monate bin ich von Sascha getrennt. Wir sind noch immer VERHEIRATET! Und sowieso ist Liebe momentan ein furchtbar empfindliches Thema für mich.
Habe ich mich nur in ihn verliebt, weil er da war?
Ich kenne die Antwort nicht. Ich bin nicht ehrlich genug zu mir selber. Versuche mir einzureden, dass da schon früher mehr war.
Was ich nicht verneinen kann, ist, dass seitdem wir uns kennen, wir uns stets umkreisen. Wir hatten zwar immer mal ein oder zwei Wochen keinen Kontakt zwischendurch, aber einer von uns beiden hat immer wieder den Kontakt aufgenommen.

Heute musste ich auch daran denken, dass ich ihm in einem Game zum Valentinstag solch ein halbes Herz geschenkt hatte. Zusammen mit meinem, musste man sich nur clever zusammenstellen. Und er hat es tatsächlich versucht gehabt... Sascha dagegen hat die Dinger gleich weggehauen.
Das ist eine von diesen Kleinigkeiten, weswegen ich nicht von ihm ab kann. Ich habe ihn so leidenschaftlich und zärtlich erlebt. Nun bin ich so süchtig danach.
Doch habe ich selber Angst davor nur deswegen nach ihm süchtig zu sein, weil ich eben immer ein Teil einer Partnerschaft war. Definiere ich mich so stark über eine Beziehung?
Ich denke nein. Doch ist mein Problem wohl die Einsamkeit.
Also habe ich mich in ihn verliebt, weil ich einsam bin?
Diesen Gedanken hatten wir vor Monaten schon einmal diskutiert gehabt. So ist die Befürchtung naheliegend, dass es sowieso nur begann, weil wir beide einsam waren... .
Wenn ich ihn nochmal kennen lernen könnte, würde ich anders anfangen. Wäre zaghafter, wäre freundschaftlicher.
Doch was passiert ist, zwischen uns, lässt sich nicht einfach wieder streichen.

Ich sehne mich nach diesem Gefühl, das ich hatte, als ich in seinem Arm lag.
Dieses Gefühl der Geborgenheit, Sicherheit und Wärme.
Vermisse seine Stimme und sein Lachen.
Mir ist der Sex vollkommen egal, auch wenn sich mein Körper nach dir verzehrt. Doch einfach nur in deinen Armen zu liegen, ist so viel mehr Wert.

Du hast mich so tief berührt. Bist bis auf den Grund zu mir getaucht. Und nun habe ich das Gefühl, dass du nie da sein wolltest. Dass es nur ein Unfall war. Eine Dummheit, Torheit, ein FEHLER!
Gott, ich bin ein einziger Fehler!

Warum erlöst man mich nicht von diesem tiefen Schmerz?
Wieder hat mich jemand so tief berührt und er geht. Wie hässlich muss ich innerlich sein, dass alle, denen ich mein Inneres preis gebe, gehen?

Sascha hat die Eva geliebt, die ich gespielt hatte. Die perfekte kleine Eva, die alles macht. Aber er hat nie mich geliebt.
Doch wer bin ich?
Ich bin eine Mischung aus so vielem. Ein Teil von mir ist diese perfekte Eva. Ein Teil von mir ist die Arbeits-Eva. Ein weiterer Teil ist die Faule-Eva. Die Melancholische. Die Depressive.
Doch das Fundament wird für immer Aijnomeain sein... .

Mein Leben scheint einem Traum gleich. Wache ich, wenn ich schlafe? Schlafe ich, wenn ich wache?
Warum gehen immer die Menschen, die mich so tief berührt haben?
Warum habe ich es nicht geschafft seine Seele zu berühren?

Tiefe Trauer... tiefer Zweifel...

Am Ende gehen sie alle.
Am Ende bin ich immer allein.

29.5.15 22:13

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