Traumlos... Ziellos

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Bilder

Nun arbeite ich schon einen Monat. Ein Monat, den ich nun schon aktiv in Hamburg lebe und noch immer fühle ich mich sehr fremd. Es fühlt sich nicht an, wie in Berlin, wo ich überall sein konnte, in jeder dunklen Ecke und doch war es mir immer sicherer, als wenn ich hier durch die dunklen Straßen stromer.

Zurück will ich nicht mehr, aber dieses Gefühl fortgelaufen zu sein, bleibt.

Wovor ich fortgelaufen? Es fing doch schon morgens an. Das ewige Gezetere, das ewige Gemecker, an meinem Verhalten, an meiner Sprache, an meiner Sitzhaltung, an mir. Niemals war ich genug. Insgesamt bin und bleibe ich ungenügend. Wohl für jeden. Mein Niemand hielt mich doch nur aus, weil er selber nicht viel war, nicht viel brauchte. 

Ich dachte, ich laufe der Einsamkeit weg. Nie wieder allein nachts im Bett liegen, gegen die Schatten kämpfen, doch jetzt liege ich alleine nachts wach. Neben mir liegt Sascha, der ruhig schläft und ich starre in die Dunkelheit und fühle mich so furchtbar zerissen. Zerissen zwischen zwei Welten, von der keine mehr zu mir gehört. Von beiden Seiten wird an mir gezogen, Hamburg stärker, als Berlin. 

Was hat mich so zerissen?

Die Erinnerungen, der Schmerz über die Zeit. Immer wieder dieses Etwas in mir, das nach Futter schreit. Diese Dunkelheit, die sich in mir ausbreitet und das so viel schneller, als jedes Licht, das ich jemals besaß. 

Die Bilder von vielen Ereignissen schwirren mir im Kopf herum und für so vieles schäme ich mich so sehr. Kann es selber nicht verstehen. 

Die Bilder lassen mich nicht los, so viele Rätsel, so viele Fragen, die noch immer eine Antwort erwarten, sie aber nie mehr erhalten. 

Die Bilder von dem ganzen Schmerz gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Schmerz, den ich dachte verdrängt zu haben.

Jetzt in meiner neuen Umgebung scheint es fast, dass ich die Wände mit all diesen Erinnerungen druchtränken will, um sie vergessen zu können. 

Sascha ist dabei die Halteschnur, derjenige, der mich zurück holt aus all diesen Träumen, Erinnerungen, zeigt mir, wo die Realität ist. Könnte ich es auch selber? Ich weiß es nicht. Am Liebsten würde ich weiter laufen. Noch viel weiter fort von den Problemen, den Bildern. 

Schaut mich an und sagt mir, dass ich kein Wrack sein soll.

Schaut mich an und lügt nicht dabei.

4.9.10 21:07

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