Traumlos... Ziellos

Freunde


Gratis bloggen bei
myblog.de



Optimisten

Es ist Freitagabend und ich sitze hier. 

Es ist mitten in der Nacht, ich bin zum Sterben müde, aber ich sitze hier.

Mir wird klar, wie einsam mein Leben ist und wohl immer sein wird. Mir wird klar wie scheiße eifersüchtig ich auf diese Menschen eigentlich bin, die eine Mama haben, der sie alle Fragen stellen können, die alles für sie tun würde und die immer für sie da ist. Ich hasse diese Menschen mit ihren perfekten Familien, die mein zerrüttetes Familienbild wie ein Scherbenhaufen aussehen lässt. 

Und gerade sitze ich mal wieder hier, hier vor meinem Rechner und wünschte mein Niemand würde mich in den Arm nehmen. Niemand kennt jede Lösung und Niemand kennt jedes richtige Wort. Ich bekomm das Kotzen und hasse mich so sehr selber für meine Gefühle, dass mir schlecht wird! Warum ich jetzt rumheule? Ganz einfach, wir haben es fast Mitternacht, ich habe diese Woche das erste Mal wieder seit langer Zeit gearbeitet (ein bisschen Überlänge war natü dabei) und das Richtige, was mein Freund empfindet ist diesen Penner herzuholen. Ach, es kotzt mich gerade alles an. Der Haushalt, er, das Lernen, mein Leben, meine Einstellung, mein Körper. Neue Menschen führen mir immer vor Augen, wie scheiße ich eigentlich bin und wie weit unten ich in der Nahrungskette stehe. Sie zeigen mir, wie zufrieden ich sein sollte mit dem was ich habe. Aber was ist, wenn ich das nicht bin? Ich will nicht nur Steuerfachangestellte lernen, ich will auch noch verkürzen. Ich will nicht nur mit meinem Freund zusammen wohnen, ich will auch Zeit mit ihm verbringen. Ich will nicht nur die Nummern meiner Freundinnen im Telefon haben, sondern sie auch anrufen. Ich weiß, total abstrus. 

Und im gleichen Atemzug weiß ich, dass selbst wenn ich alles hätte, was ich wollte, ich nie zufrieden sein könnte, weil das Leben nicht perfekt ist. Mein Ehrgeiz ist entflammt. Jetzt ist nur noch die Frage, ob er ebenso lange hält, wie für das Abitur und sogar noch länger. 

Wenn ich jetzt einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der, dass Sascha abends mit mir zusammen ins Bett geht, damit ich seine Wärme spüre und das Gefühl bekomme, das sich, so glaube ich, Familie nennt....

 

Einsamkeit ist ein Gefühl, das man so leicht vergisst, aber mir viel zu klar vor die Seele tritt.

 

Und das Fazit des Ganzen? Es wird sich nichts ändern, es ändert sich nie was... man kann Menschen nicht ändern, nur die eigene Sicht auf die Dinge und mein jetziger Winkel sieht die Zukunft in pechschwarz, aber "Hey!", denk ich mir, "Vielleicht reagier ich ja über, weil ich nie Glück in dieser reinen Form, ungemindert, genossen habe?!" Gänzlicher Schwachsinn! Das was ich spüre ist das große Unheil am Horizont, das nur darauf wartet über mich hereinzubrechen und ihr Optimisten dieser Welt werdet sagen: "Das ist eine sich selbst erfüllende Prophezeihung!" Ja, sorry Leute, aber ich leb länger, weil ich mich jetzt schon vorbereite.

Optimisten sollten Schwimmen lernen.

6.8.10 23:32

Letzte Einträge: Überschäumende Gefühle, Eine Liebeserklärung

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung