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Stumme Schreie

Mein Niemand wusste früher immer, was zu tun war. Komischerweise habe ich mich mit ihm niemals einsam gefühlt. Es ist manchmal sehr schwer ihn zu vermissen. Aber warum vermissen wir Dinge immer erst dann, wenn wir sie brauchen? Ich bräuchte ihn jetzt mehr, denn je. Warum? Weil es niemanden gibt, der mir hilft. Es muss so furchtbar anstrengend sein mit mir, doch wie gerne würde ich gegen die nächste Wand rennen, einfach zusammenbrechen, mich einfach umbringen, aber ich schaff es nicht und ich weiß nicht mehr, was es in mir ist, das mich zum weitermachen motiviert. Was mich jeden Morgen aus dem Bett schmeißt. Ich wünschte mir nur, sterben wäre einfacher. Immer wieder frage ich mich, was ich noch durchleben muss, was ich noch sehen muss. Reichte denn alles mit Eijna nicht? ... wie lang ich allein diesen Namen aus Angst vor den Schmerzen nicht mehr geschrieben, geschweige denn gedacht habe. Nur wegen Angst vor dem Schmerzen bleibt er mein Niemand. Es ist furchtbar, wie einsam man sich fühlen kann auf dieser weiten Welt. Ich bin am verzweifeln und niemand hört meine stummen Schreie. Nein, alle sehen sie nur das, was sie sehen sollen. Doch wer sieht das kleine Mädchen, das dort weinend in der Ecke sitzt? Nur ich höre Nacht für Nacht ihr wimmern. Schlafe jede Nacht mit ihren Tränen auf meinem Gesicht ein.

Ich war schon viel furchtbarer am Ende, als ich es jetzt bin und das ist mir auch klar. Nur warum der ganze Schmerz? Warum verfolgen mich die Erinnerungen? Warum verfolgt mich dieser Schmerz? Diese Zweifel? Warum habe ich das Gefühl nur noch untot zu sein? Es ist von mir mal wieder nichts weiter übrig, als eine leblose Hülle. Ein nichts. 

Und niemand hört den Schall, den ihre stummen Schreie verursachen. Denn stumme Schreie sind lautlos und trotzdem so voller Trauer, dass ich mich frage, warum sieht niemand das kleine Mädchen weinen? Und wenn es doch alle sehen wollen, warum kann mir keiner helfen?! Warum muss ich es immer sein, die allen HILFT?! ICh hasse es, ok? Ich hasse mir das ewige Gejammer anderer Menschen anhören zu müssen, ich hasse mich selbst, weil ich Angst davor habe alles zu verlieren, wenn ich jetzt schwach bin. Mit so viel Hass in mir will ich gar nicht leben! 

Ich will nur noch fort. Fort von allem. Alles vergessen... Alles zurücklassen. Ich halte die Erinnerungen und die Schmerzen nicht mehr aus und kein Schwein fragt mich, wie es mir geht, KEIN SCHWEIN interessiert es wie ich füle und wenn ich es erzähle, dann bin ich sowieso nur eine verwöhnte Heulsuse!!! Ich will nichts weiter als Geborgenheit und Sicherheit, aber das ist wohl das größte Gut, das man bekommen kann. Womit soll ich noch bezahlen? Was muss ich noch alles durchmachen um zu bezahlen, dass ich einmal richtig glücklich war in meinem Leben? Einmal glücklich ohne Zweifel, ohne Angst?! 

Ich will mich aus dem Fenster schmeißen und alle lachen nur darüber. Ja, verdammt, es soll einmal hier um mich gehen. Es soll verdammt nochmal darum gehen, dass ich mit nichts mehr klar komme. Ich will zerstören, ich will töten und mich selbser umbringen. Vor Tränen kann ich nicht einmal den Bildschirm erkennen und noch immer sitzen alle Menschen, die mir helfen könnten nur da und lachen und betiteln mich als Memme. 

Ich will schreien und ich kann es nicht, weil der Schmerz mir die Kehle abbindet. Denkt ihr dass es mir Spaß macht einzusehen, dass meine Mutter mich niemals geliebt hat? Dass mein Vater tot ist und es meine Schuld ist? Denkt ihr die Erinnerung daran, dass ich meine großen Geschwister im Arm hielt und töstete tut gut? 

Warum musste ich ihn dann noch sterben sehen?

Warum dominiert diese Erinnerung all den Schmerz?

Warum kann mein Herz einfach nicht brechen?! 

Oh gott, mein Jemand. Ich wünschte du würdest mein Herz brechen lassen, damit ich endlich die Feigheit finde mich umzubringen und doch schreit ein viel zu großer Teil von mir noch viel zu laut, als dass ich es wirklich wollte. Bei all den Göttern ich will doch nur dich und ich will mit dir glücklich sein, aber wenn du mein Prinz bist, warum rettest du mich nicht? Warum siehst du nicht, wenn ich stumm bin, ist es am schlimmsten? Und wenn es ausbricht zu spät? 

Warum gehört nur Schmerz zu all dem Glück? Warum gehören Zweifel zur Liebe? Und warum gehört Hass zu Schmerz und Zweifel? 

Und warum hört niemand meine stummen Schreie?

13.3.10 16:55

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