Traumlos... Ziellos

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Liebe

Wenn ich heute hier sitze und zurückschaue, was sehe ich dann?

Ich sehe eine merkwürdig verrückte, ausgelassene Kindheit, die in der 5. Klasse endete und danach von Pubertät geprägt war. Dann sehe ich dort wichtige und unwichtige Menschen.

Dann kommen wir langsam in das Jahr 2008 rein. Es war Januar 2008, als sich mein Leben ändern sollte und eine neue Richtung, weiter nördlich einnahm.

Zwar haben wir jeden Tag telefoniert, geschrieben und gecamt, aber gesehen hatten wir uns dann doch erst im Mai und es war ein wunderschönes Wochenende gewesen. Niemals wurde ich von jemanden so geküsst, wie von dir, mein Traum. Deine Wärme ist perfekt für mich und mir war klar, ich wollte dich nicht einmal gehen lassen. Dann war ich in den Sommerferien bei dir. Und der letzte Tag war der 29. August 2008. Ich hatte so schlimm geweint, weil ich gehen musste, weil ich nicht gehen wollte. Du hast mir in dem Moment gefehlt, als du morgens aus der Tür warst, weil du arbeiten musstest. Traurig zog ich mich an, machte mich fertig und danach niedergeschlagen auf zum Bahnhof. Die ganze Zeit hatte ich noch gehofft, du kämst. Doch als die Uhr bereits 16:30Uhr zeigte, gab ich es auf. In gut 10 Minuten würde mein Zug fahren und du hattest gesagt, du würdest es nicht schaffen zu kommen.

Traurig schaute ich hin und her, als ich dann dein Gesicht sah. Du kamst mir viel zu langsam die Treppe hoch und in mir kämpfte ich darum, ob ich auf dich zustürme oder nicht. Es war schwierig und nur mit äußersten Willensanstrengung, blieb ich stehen. Du hast mich ohne Worte geküsst. Es fühlte sich nach allem an. Und am meisten nach Glückseligkeit für mich. Ich weiß noch, dass ich total enttäuscht war, als du aufgehört hattest mich zu küssen, um mich in den Arm zu nehmen. Diese kleinen Sekunden, bis du mir ins Ohr geflüstert hast, dass du mich liebst. Noch immer durchfährt mich bei der Erinnerung ein kleiner Schauer. 

Seitdem sind wir beide ein Paar. Also zwei und doch eins. 

Du hast mir sehr viel beigebracht und mir geholfen diesen letzten Schritt zum Erwachsen werden zu schaffen, denn ohne dich... Ohne dich wäre ich am Boden liegen geblieben und hätte mich wohl umgebracht. Diese Worte sollen dir keine Verantwortung aufbürden. Sie sollen nicht sagen, dass ich es dir verdanke. Nein.

Sie sollen sagen, dass ich deine reine Existenz brauche, um kämpfen zu können. Solange es dich gibt, gibt es auch einen Grund für mich zu leben. Einen Grund für mich um zu kämpfen für das, was ich will. Und alles, was ich will, bist du.

Also hör auf zu schwafeln, ich würde niemals um dich kämpfen, denn ich tu es jeden Tag. Kämpfe für mein Abitur, meinen Ausbildungsplatz, kämpfe um dich. Kämpfe gegen den Schmutz, kämpfe gegen die Tränen, kämpfe gegen die Depressionen, kämpfe für dich.

Diese Worte sollen dir keine Verantwortung aufbürden. Sie sollen dir klar machen, dass ich keine Liste mit 10 Punkten brauch, wo drauf steht, warum du mein Traummann bist. Du bist es nicht. Mein Traummann hat nen weißes Ross, ne Krone und nen Umhang. Er ist auch nicht so blond, wie du, denn ich steh eigentlich nicht auf blonde Typen. Er hat auch nicht die Haare so wie du oder duscht sich so wenig wie du. Mein Traummann war ein anderer. Jetzt habe ich dich und du bist so viel besser, als dieser Mann, den ich mir erträumt habe, denn er war nicht so voller Geheimnisse, wie du. Er war nicht so charismatisch wie du. Er war nicht so verspielt, so direkt, so ehrlich, so pur, so versaut. 

Also tut es mir Leid, aber du bist nicht mein Niemand.

Du bist mein Jemand.

Es ist eigentlich unglaublich und überhaupt kitschig, aber ich liebe dich jeden Tag mehr, wenn das überhaupt möglich ist. Auch habe ich mich bei dem Gedanken erwischt, ob ich wirklich Kinder haben will, weil das hieße, da wäre jemand mit dem ich dich teilen müsste. Doch der Gedanke daran, dass wir beide irgendwann im Kreissaal sind, ich deine Hand zerdrücke und unsere Liebe ein Leben schenken kann oder vielleicht auch zwei. Dieses Gefühl will ich mit dir erleben. 

Oft genug hängt mein Kopf auch in den Wolken, wie in diesen letzten Worten. Ich bin schon wieder viel zu weit und genau dort setzt du wieder ein und holst mich zurück. Wenn du nicht neben mir sitzt, höre ich dich trotzdem, wie du sagst: "Mach erstma Abi und dann schaun wa mal." 

Es gibt vieles, was ich an dir ändern wollen würde, aber ich bin auch nicht perfekt und deswegen lasse ich es einfach und wenn wir beide uns mit der Zeit formen, dann ist es auch in Ordnung.

Den einzigen Wunsch, den ich nur noch für uns beide habe, ist, dass wir irgendwann unsere Vergangenheit abstreifen können. Vielleicht hebst du manche Dinge auf, aber ich denke an manch Vergangenes, wenn ich nachts nicht schlafen kann. Und nichts von beidem ist wirklich toll, aber unsere Vergangenheit hat uns zu den Menschen gemacht, mit diesen Erfahrungen, mit diesem Fundus. Nur unsere heutigen Taten definieren, wer wir sind.

Deswegen ist meine heutige Tat, dir hier zu schreiben: Du bist das Beste, was mir je passiert ist. 

Und ich meine diese Worte vollkommen ernst und werde sie niemals zurücknehmen. Wenn ich dich eines Tages hasse, dann nur, weil ich dich so sehr liebe.

Außerdem werde ich auf ewig deine Evi bleiben. Egal, was passiert.

Und du bleibst ewig mein einziger Sascha.

Ich liebe dich.

6.1.10 15:40

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