Traumlos... Ziellos

Freunde


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And so the lion fell in love with the lamb

Wieder ein leeres Blatt.

Und wieder ein Kopf voller Ideen. Voller Träume. Voller Hoffnung.

Manchmal da gibt es Zeiten, in denen man sich fragt, wohin der Weg gehen soll. Manche sehen ihren Weg so klar vor sich. Manche jagen Träumen hinterher und andere begraben ihre. Und ich?

Eigentlich sollte ich meinem klaren Weg folgen, doch so fest, wie alles vorher stand, so unfest ist es in meiner Seele. Ich habe Angst davor einen Fehler zu begehen. Diese Angst ist komplett irrational.

Bei allen Göttern, was will ich auf dieser Welt mehr als ihn? Doch was gebe ich auf und was lasse ich zurück? Was bleibt von mir? Wohin wird mein Weg gehen. 13 Jahre lang war es klar wohin der Weg ging und jetzt... jetzt ist alles im dunklen Nebel verteilt. 

Also, Wahrheit! Wovor habe ich Angst?

WAS macht mir Angst?

Zuerst sind es die Klausuren, die in zwei Tagen beginnen. Ich weiß nicht, was das für einen Druck auf mich machen wird, spätestens morgen oder vielleicht auch heute, da ich nicht schlafen kann. Ich habe Angst davor zu versagen. Wieder diese Enttäuschung zu spüren. Vor gut drei Jahren war ich so gut. Hatte solch tolle Noten und jetzt? Jetzt frage ich mich, warum ich all das noch tu? Wozu? Weswegen? Mein Ausbildungsvertrag ist nicht an ein Abitur gebunden und alles, was ich wollte, ist doch nur noch durch Zeit versetzt. 

Doch ich sollte langsam einsehen, langsam spüren, dass ich das für mich tu. Ganz allein für mich. Da ist niemand, der es von mir erwartet. Niemand, der mich dazu antreibt. Ich kann es bestimmen, wie gut und ob ich es durchzieh. Da sollte kein Zweifel in mir sein, kein innerer Druck. Ich habe mich dazu entschieden.

Es ist auch gar kein Druck, gar keine Depression, die ich mir selbst mach, wenn ich zu Hause bin und anfang zu arbeiten, dann macht es mir auch unheimlich viel Spaß, nur es macht mich so traurig eine Freundin zu verlieren. Es zieht mich so runter, dass keiner mehr weiter will von meinen Freunden und ich will sie nicht liegen lassen. Wann kapier ich endlich, dass es bei dieser ganzen Sache um mich geht? So, wie es ihre eigene Entscheidung ist aufzugeben, so sollte es meine eigene Entscheidung sein weiterzumachen.

Geht mir wirklich schon die Puste aus? Bin ich einfach nur erschöpft? Vielleicht sollte ich versuchen mehr zu planen, als ich ohnehin schon tu. Vielleicht mein Zimmer wirklich umgestalten, um einfach mal eine andere Prespektive auf die Dinge zu haben. Vielleicht ist es wirklich mein Schreibtisch der mir fehlt, an dem ich immer arbeiten konnte, der immer ein Hort meiner Ideen war und der Gemütlichkeit. Vielleicht kommt die Trägheit daher, dass ich mich andauernd im Bett rumwelze. Möglich ist es... dann sollte ich mir etwas ausdenken, um das zu behen und eine Lösung zu finden meinen Schreibtisch wieder zum Mittelpunkt meines Alltags zu machen.

Wenn es doch nur alles so einfach wäre. Aber das ist es vemutlich und ich mache einen Heidenaufstand wegen nichts!

In den letzten Tagen sollte ich mal verstanden haben, wie gut es tun kann einfach mal nichts zu sagen. Einfach nur die Stille und die Gedanken zu genießen. Nicht zu schreien, nicht aufzudrehen, sondern einfach nur zu Ruhen. Mich nicht auszupowern. Wenn meine überdrehte Art doch nur nicht meine Unsicherheit überdecken würde, die so sehr an mir nagt.

Es gibt so ein perfektes Leben in meinem Kopf, aber dieses perfekte Leben kann und wird es nicht in der Wirklichkeit geben können.

Es gibt halt für mich keine Freundinnen, die anrufen und fragen, wie es mir geht, wenn ich krank bin. Es gibt keine Freundinnen für mich, die irgendwas viel zu kitschiges für mich machen oder ähnliches. Vielleicht einfach nur mal so auf dumme Gedanken kommen und sagen: "Hey komm, mach mit. Das wird lustig."

Nein, das gab es nie für mich und wird es wahrscheinlich nie geben, denn das würde doch irgendwo bedeuten, dass ich Nähe zulasse. Ich halte Nähe nicht aus. Es ist schon schlimm genug jeden Tag Nessie zu begegnen und zu wissen, was sie über mich weiß. Die Druckmittel zu kennen. Da kann jemand kommen und mir noch so sehr weis machen, er würde es nie brauchen, aber ich kenne die Menschen. Menschen sind wiederlich. Sie betrügen und lügen, wo sie nur können. Wie oft habe ich jemanden vertraut und mein Herz an diesen Menschen gehangen? Nur, damit derjenige wieder alles zerstört? Nur damit ich wieder all meinen Glauben verliere? 

Das ist es, was ich jeden Tag in euren fragenden Gesichtern sehe, wenn es um Dany geht. Das ist es, warum ich sie so sehr schätze. Jederzeit kann ich zu ihr, ihr alles erzählen, sie weiß alles, sie kennt jeden und doch hat sie sich niemals anders verhalten. Nie war ihr Verhalten nur um einen Milimeter verschoben, nachdem ich ihr etwas anvertraute. Fisch zu Fisch gesellt sich gern. Sie ist wirklich irgendwo meine Erde, aus der ich meine Kraft schöpfe. Es ist merkwürdig, aber auch wenn wir tagelang nicht miteinander reden, habe ich nie das Gefühl dich ganz zu verlieren. Vielleicht manchmal Angst du gehst fort, aber trotzdem würde ich dich irgendwo nie ganz verlieren.

Alleine dieser Blog ist ein Hinweis darauf, dass ich Abstand halte. Ich immer nur codiert sage, was ich will, was ich denke. Jeder kann ihn lesen, der will, keiner muss, ich bin nicht dabei, wenn ihr es tut. Es ist ein Weg sein Innerstes nach außen zu kehren und gleichzeitig so viel Abstand zwischen jeden zu mir zu bringen, dass derjenige mir nicht weh tun kann.

Christina hat mich gefragt, warum ich immer wieder daran denke, was passiert, wenn Sascha und ich einmal nicht mehr sein werden. Mittlerweile kenne ich die Wahrheit. Die Angst ist da, zu tief zu fallen. Die Angst, diesmal wirklich aufzugeben, weil ich nicht einmal meinen Niemand so sehr liebte, wie ich dich jetzt liebe. Es ist die Angst, dass wir uns zu nahe kommen und doch zu weit weg voneinander sind. Ich kann es nicht besser beschreiben. Meine Gedanken und Gefühle funktionieren in Farben, Formen, Klängen in mir ab, da sind keine treffenden Wörter, um sie zu beschreiben. Ich will dir so unendlich nahe sein. So nah, wie dir noch niemals ein Mensch war und zugleich will ich eine ganze Welt zwischen uns bringen, weil ich Angst habe vor dieser intensiven Nähe. Angst davor, dass du irgendwann etwas findest, was du noch schrecklicher findest, als meine sowieso schon schlechten Charaktereigenschaften, die du niemals müde wirst zu benennen. Da ist keine Klarheit, keine Linie, was passieren würde, wenn du gehst. Für dich geht dein Leben vielleicht normal weiter, aber ich müsste wieder alles ändern, wieder neu planen und das über den Kummer hinweg und ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich weiß nicht einmal, ob ich das überhaupt wollen würde.

Du kannst rein gar nichts für jede Inkompetenz von mir eine gesunde Beziehung zu führen. 

Immer haben mich Menschen verlassen und es passt nicht in meinen dummen Schädel rein, warum du bleiben solltest? Warum bist du eine Ausnahme, wenn...

Ach es ist egal. Jetzt rechtfertige ich mich vor mir selbst. Jetzt trau ich mich nicht, das Wenn zu schreiben, wenn ich es doch schon erwähnte. Ich bin feige. Ich bin demotiviert. Alles was ich gerade bräuchte wäre eine Umarmung, die mir keiner geben kann, weil ich alle Welt viel zu weit von mir fort halte und mir auch prinzipiell Leute suche, die es auch tun. 

Andre hat dich mal ganz treffend als einsamen Wolf beschrieben und in diesem Moment wurde mir klar, dass ich mich deswegen in dich verliebte. Du bist stark genug, um mich eine Weile zu halten. Du bist weit genug fort, um niemals zu sehen, was ich für ein grausamer Mensch bin... um niemals zu sehen, wie hässlich meine Seele ist mit ihren Narben und Wunden. Du sitzt auf deinem Felsen und heulst den Mond an. Wenn ich mich zu dir geselle, dann brauch ich dir nichts sagen. Nein, die Kluft zwischen und beiden ist groß genug, dass ich meinen eigenen Mond anheulen kann.

 Es ist die Angst, wenn ich nächstes Jahr zu dir ziehe, eine noch stärkere emotionale Abhängigkeit von dir zu schaffen, als sie sowieso schon da ist. Das Loch tiefer zu buddeln, als es sowieso schon ist, in das ich fallen würde. Und mit meinen Fragen will ich wissen, ob bei dir genauso ein Loch existiert vor dem du dich fürchtest oder ob es das nicht gibt. Vielleicht wünsch ich mir aus reiner Bösartigkeit, dass dein Loch noch viel tiefer ist, als meines.

Warum habe ich nur stetig so eine irrationale Angst dich zu verlieren?

Wahrscheinlich weil ich alles in meinem Leben IMMER verloren habe, das mir wichtig war. Weil ich es immer irgendwie vermasselte und ich mich mittlerweile sowieso frage, warum du noch die Geduld hast. Und ich mich frage, wie tief wohl dein Loch dann sein muss... wie tief es sein muss, dass dieser gesamte Müll darin Platz hat.

Ich wünschte du würdest nachts neben mir liegen und ich würde deine Wärme spüren. 

Ach, ich wünsche mir so belanglose, schwachsinnige Dinge von dir. Solch totalen Schwachsinn, dass ich mich selber schäme überhaupt daran zu denken. Aber damit ich endlich aufhöre diese dämlichen Fragen zu stellen und dieses Thema begraben kann in meinem Loch:

 

Ich wünschte du würdest dein Versprechen wahr machen und dich nachts mit mir auf eine Wiese legen und die Sterne anschauen.

Manchmal wach ich nachts auf, weil ich dachte das Telefon klingelt. Doch es war nur ein Wunsch. Ein total behämmerter Wunsch, dass du einfach anrufst, um mir zu sagen, dass du gerade an mich denkst. Aber nicht so oft, sonst finde ich vielleicht keinen Schlaf mehr.

 Immer wenn du mir ein Lied zeigst, dann hoffe ich, dass es schön ist und etwas zu bedeuten hat. Es wäre toll, wenn es ein Lied geben würde, das du gerne hörst, dass dich an mich erinnert. So, wie ich viele Lieder habe, die mich an dich erinnern. Ein Lied würde ja schon genügen.

Ja, um es kürzer zu fassen, ich hoffe irgendwo, dass du mich mehr liebst, als ich dich, dass du mir näher bist, als ich dir. 

Oder du mich zumindest genauso sehr liebst. 

Nie mag ich dir von meinen Sorgen erzählen, weil du einmal meintest, dass du nicht weißt, wie lange du uns beide tragen könntest. Doch ich bin müde von den Sorgen und sie werden nicht einfach weggewischt, wenn ich nächstes Jahr zu dir zieh. 

Du glaubst nicht, wie sehr es mir einen Schlag vor den Kopf gegeben hat, als ich dir heute schrieb, wegen den Schränken und du meintest: "Was soll ich mit dem Zeug?" So... so nach dem Motto, als bräuchte ich, als würde ich keinen Platz in deinem Leben zugesprochen bekommen für meinen ganzen Scheiß. Ich alleine belege ein ganzes Zimmer und ich sehe, dass ich mich minimieren muss, aber ich hoffe doch, dass dir klar ist, dass wir an deinem Zimmer etwas verändern müssen? 

Aber das wollte ich sowieso erst zum Thema machen, wenn ich einen Kopf dafür habe. Dafür habe ich nicht den Kopf. Nur erinnere ich mich daran, wie du das erste Mal in meinem Zimmer warst und begeistert davon warst, wie ordentlich und sauber alles war. Ich liebe meine Bücher, so wie sie angeordnet sind. Ich weiß aus dem Kopf in welchem Regel, welches Buch ist und es fehlt mir etwas, wenn mir ein Buch aus dem Regal fehlt. Solch merkwürdige Ticks habe ich und zu gerne würde ich z.B. meinen Zuzug nächstes Jahr dazu nutzen aus deinem Zimmer ein kleines zu Hause für uns zwei zu machen. Keine Angst, nicht alles ummodeln, aber so ein Bett und ein Bücherschrank, wären schon toll.

Jedoch ist das kein Thema, was jetzt hier und heute hingehört oder vielleicht nur teilweise. 

Siehst du unsere Beziehung als so gefestigt an, dass du dein Zimmer verändern würdest für mich? Weil ich dazu komme? Irgendwo denke ich mir nämlich, dass ich es erwarten kann, vielleicht, weil ich hier ein gesamtes Leben, meine Freunde, aufgeben werde. Ich kenne hier die Gegend und die Gerüche und ich werde bei dir von vorn anfangen müssen. Nicht, dass du mich falsch verstehst, ich tu das aus freien Stücken, nur macht es mir auch ein wenig Angst. Doch Angst muss nichts Schlimmes sein, sie ermahnt einen nur zur Vorsicht. Du glaubst nicht, wie sehr ich es will. Wie sehr ich deine Freundin sein will, die bei dir wohnt. Wie sehr ich anfangen will mit dir ein Leben zu leben. Doch so sehr mich meine Träume mit in den Himmel ziehen, so ist da ein Stein an meinem Fuß, der mich nicht abheben lässt und der heißt Realismus... Erfahrung.

Pessimisten sind enttäuschte Optimisten.

Ich bin der am meisten entäuschte Träumer, den du weit und breit finden wirst, weil ich mit meinen Träumen Menschen verletzt habe. Und weil mir jegliche Hoffnung dahingehend ausgetrieben wurde, dass Träume wahr werden könnten. 

Und dann kommst du daher und zeigst mir, dass meine Träume wahr werden könnten und bedenkst gar nicht dabei, was das für einen Umbruch in meinem Leben bewirkt. 

Du, als Realist, lehrst einem Träumer wieder hoffen. Zwar realistisch hoffen, aber ich habe wirklich gedacht, dass das Leben keinen Sinn mehr hatte mit dem Tode meines Niemands. Dass ich nur noch lebte, weil ich mich zeitig genug aus der Affäre zog und ich nur noch dazu da war um andere Menschen glücklich zu machen. Und dann kommst du auf deinem Pferd und zeigst mir, dass mit dir einer meiner größten Träume wahr werden kann.

Doch... ich will jetzt gar kein Doch lesen, hören...

Willst du überhaupt mein größter Traum, mein größtes Abenteuer sein? Ist dein Loch so tief, wie meines? 

Ich habe Angst davor wieder allein zu sein. Weil es allein grausam war. Und du verstehst es nicht, du kannst es nicht verstehen, weil du die Einsamkeit gewohnt warst, dich mit ihr arrangieren kannst. Aber ich kann es nicht. So sehr, wie ich dich wegstoße, brauch ich dich zum Leben.

Alles, was ich mir wünsche, ist nichts materielles, keine Geschenke, kein Geld, keine Wort.

Alles, was ich mir wünsche, ist die Gewissheit, dass dein Loch so tief ist wie meines. Ich will dir jeden Tag zeigen, wie tief meine Liebe zu dir ist. Weil ich hoffe, dass du irgendwann kapierst, dass ich deine Liebe brauch um mein Loch aufzuschütten. Und du all meine Liebe kriegst, um deines aufzuschütten.

22.11.09 00:18

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