Traumlos... Ziellos

Freunde


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Liebster Sascha.

Spürst du es?

 

Da, tief innen...

Tief...

Tiefer...

In der Dunkelheit, wo du niemals warst.

Da pulsiert es. Dort schlägt ein anderes Herz. 

Es ist so warm, es fasziniert mich. Tag und Nacht könnte ich dem schlagen des anderen Herzens in der Dunkelheit lauschen. Dann höre ich das heben und senken seiner Lungen, das Arbeiten seiner Organe... wie nah ich dir sein kann, wie klar ich deine warme Haut spüren kann. Dein Atem auf meiner Haut. Dich, mein Lebenselixier.

 

Körperlich matert es mich, wie Gedanken deinen Geist penetrieren. Du stellst dir Fragen, die du nicht beantworten kannst. Du hast Angst sie zu stellen. Wir halten aneinander, weil wir beide Angst vor der Antwort haben. Nein, Sascha, nichts von deinen schlimmsten Alpträumen, mich betreffend, wird je geschehen. Kannst du es dir nicht vorstellen? Kannst du nicht verstehen, dass dich jemand liebt?

Schließ nur einmal deine Augen, verlier dich in deinen Gedanken, Gefühlen. Öffne dein inneres Auge. Du wirst sehen, was Wirklichkeit ist und was Lüge, wenn ich dich nicht lieben würde, warum denk ich dann ständig nur an dich? Warum würde ich für dich alles tun? Sieh meine Tränen! Schau dir die Tränen an, die für dich fließen. Lausch dem Herzen, das nur für dich schlägt.

Mit jeder Berührung, mit jeder Aufmerksamkeit, kannst du mir sagen: "Ich liebe dich." Ich kann das nicht. All das, was ich von dir bekomme, versuche ich dir wiederzugeben, doch ich bin wie ein Schwam, der sein Leben lang auf Wasser gewartet hatte und jetzt alles in sich einsaugt und nie wieder verlieren will. Schließe deine Augen, sieh mich mit deinem inneren Auge. 

Du weißt, dass ich dich liebe. Brüll mich an! Schrei mich an! Sag mir, dass du weißt, ich liebe nur dich! Sieh mich, vertrau mir, ich will dir eine Geschichte erzählen, eine Art Geheimniss von vielen die ich habe.

 

Einmal schrieb ich an Niemand, dass ich als meinen einzigen Lebenszweck sehe andere Menschen glücklich zu machen, egal wie unglücklich es mich macht. Viele Freundschaften habe ich zerstört, weil ich wusste, dass es besser so war. Vielen Leuten habe ich wehgetan, weil ich mir bis heute sicher bin, es war gut so. Jeden Morgen fühle ich mich, als hätte ich Blut auf meinen Händen, von so vielen unglücklichen Seelen die Schmerzen in der Brust. Ich würde jemanden töten, damit die Menschen, die ich liebe glücklich werden. Habe ich dir die Geschichte mit dem Jungen erzählt, der uns, als wir Kinder waren immer materte, vorführte? Er zwang uns Dreck zu essen und alles. Ich war die Starke. In diesem einem Moment, als wir dort spielten und er wieder kam, war mir klar, dass ich jetzt handeln musste. Und so bin ich bis heute geblieben. Eher sterbe ich, als dass einem Menschen, den ich wirklich liebe etwas geschieht. Ich habe mich verprügeln lassen. Damit meine Freunde weg konnten. Habe meine Mutter angelogen, damit niemand anders Schläge bekommt, nur ich. Alles in meinem Leben habe ich aufgenommen, um andere Menschen glücklich zu machen. Mein Lebenstraum war immer, einen Menschen so glücklich zu machen, dass er abhängig von mir wird und mich ewig braucht... ich sein Glück bin. Bin ich dein Glück? Kann ich endlich aufhören zu suchen? Ich tu alles und alles, was ich brauche ist Liebe. Ich sehne mich nach dieser Wärme, die ich nie gekannt habe, sie irgendwann mal geschmeckt und den Reiz daran nie verlor. Schau mich an, sieh meine Tränen.

Bin ich dein Glück?

Hören die Schmerzen endlich auf?

Halt mich.

Halt mich fest.

Ich spür, wie ich fall. Halt mich.

Brauchst du mich?

Ich bin abhängig von dir.

Willst du mich?

Du bist meine Droge.

Hälst du mich?

SIEH MICH AN! SIEH MICH! Schau mich an... versuch du wenigstens zu hinterfragen, wer ich bin. Versuch du wenigstens zu verstehen, warum ich so viele Vorhänge trage.

Manchmal lachen Menschen, um nicht zu weinen.

Schau mich an. Sieh wer ich wirklich bin, welches Wrack du lieben gelernt hast. 

Ich fühl mich so sehr als Schmarotzer an dir, weil du so stark bist. Ich bin es nicht, ich bin nicht stark, ich kann nur von mir reden. Eine Wand würde ich grad gern einreißen. Sieh mich an, schaust du, wie kaputt ich bin?

Bist du stark genug für uns beide? Wenn nicht, lass mich liegen, irgendwann, irgendwo finde ich jemand anderen zum schmarotzen, nein, deine Schuld ist das alles nicht. 

Sieh mich an.

Hälst du mich?

Vertraust du mir?

 

Deine, dich auf ewig liebende,

Evi

Kopfweh

Lähmende Müdigkeit legt sich über meine Glieder. Ich spüre, wie mir die Tränen in die Augen steigen und ich nur mit letzter Kraft dagegen ankämpfe nicht zu fallen, nicht zu weinen.

Sieht man mir nicht an, wie erledigt ich bin? Ich schlafe nachmittags um 3 ein und wache erst den nächsten Morgen wieder auf und dann wird wieder nur gemeckert. Nur gezetert, wie faul ich sei. Ich kann nicht mehr. Schaut mich doch an, was ich wieder für ein Schatten meiner selbst bin. Am besten nur noch hinsetzen, an Ort und Stelle, weinen.

Warum mich nicht einfach in Frieden lassen? Mag mich jemand töten? Ich habe keine Lust mehr. Mein Hirn ist wie ein Sieb, durch das alles durchrutscht. Ein kaputtes Sieb mit nur einem großen Loch. Ich habe nicht einmal Lust hier alle meine Gedanken hineinzuschreiben. Hinsetzen, weinen, hinlegen, schlafen, nicht mehr aufwachen. Die Idee find ich gut, dann sind da wenigstens nicht mehr die Schmerzen. 

Einsamkeit.

Müdigkeit.

Du fehlst mir... .

Erinnerung und Träume

Ich denke nach.

Ich sitze hier. Ich denke nach.

Es ist kalt. Ich sitze hier. Ich denke nach.

Ich atme. Es ist kalt. Ich sitze hier. Ich denke nach.

Denken. Ich atme. Es ist kalt. Ich sitze hier. Ich denke nach.

Kann nicht schlafen. Denken. Ich atme. Es ist kalt. Ich sitze hier. Ich denke nach.

Doch was ist es worüber ich die gesamte Zeit grübele?

Etwas in mir ist so unklar und doch so klar vorhanden. Vielleicht ist es die Enttäuschung, die ich nicht verarbeiten konnte bis jetzt und auch gar nicht will. Sonst war ich immer so äußerst traurig, wenn eine Freundschaft zu Ende ging, doch ich spüre nichts. Nicht mehr, als dass ich mich frage, wieso ich einst dies alles tat. Ja! Warum opferte ich mich wieder auf? Warum hatte ich wieder mein Herz geteilt? Damit nur wieder jemand drauf rumtrampeln kann. Vielleicht machen solche Erfahrungen wirklich kalt, doch das sollen sie ruhig. Ich sehe nichts an dieser Welt, was man verpassen könnte, nur weil man sein Herz nicht öffnet. Gegenüber einigen Menschen ist mein Herz sehr offen, mein Herz. Doch für andere bleibt es auf ewig geschlossen aus den verschiedensten Gründen. Und so lange ich doch nur einen Menschen habe, dem ich mein Herz öffne, was interessieren mich da andere, denen ich mein Herz öffnen könnte?

 

Das Leben ist wie ein Gänseblümchen. Man wächst, man gedheiht, man stirbt. Doch im Laufe des Lebens kommen und gehen Dinge, wie Wind, Regen, Sonne, Wolken, Hagel und andere Blümchen.

Und nur weil andere Gänseblümchen sterben, muss das nicht heißen, dass nicht wieder neue wachsen. Es heißt nur eine Zeit lang allein zu sein.

Doch ist man so allein, wenn man einen Sonnen schein hat?

 

Mein Sonnenschein ist mein Sascha. Zu ihm kehre ich stets wieder zurück, egal wie weit ich vorher lief. Er ist mein Fixpunkt. Von vielleicht eines Tages nicht mehr, will ich weder reden noch darüber nachdenken. Es ist jetzt so. Es ist in diesem merkwürdigen hier zwischen Gestern und Morgen so. 

Ich brauche keine anderen Sonnen, da ich sonst verwelke. Doch ist nicht nur den ganzen Tag Sonne da. Des Nachts habe ich ihn aber auch. Durch den Mond wirft er mir noch immer sacht seine Küsse zu und wacht über meinen Schlaf. Die Sterne sind dabei all diese Menschen, denen ich auch mein Herz öffne, wenngleich ich dadurch nicht viele Sterne am Himmel habe, doch der schönste Stern dabei ist der Mond. Wie er sacht die Strahlen der Sonne weitergibt. 

Den Mond sehe ich dabei als die Fähigkeit des Sprechens und des Schreibens. Denn diese Möglichkeiten geben sanft die Gefühle meines Saschas wider. Sie lassen mich nachts sanft ruhen.

Ich brauch des Nachts nichts anderes, denn ich träume mich hinfort zu dir an den Himmel hoch, in der Hoffnung irgendwann neben dir zu stehen. Doch was steht neben einer Sonne? 

Diese Metapher könnte ich endlos weiterführen.

Doch das möchte ich hier nicht.

Vielleicht findet sie ihren Anschluss an anderer Stelle.

 

Alles was ich sagen will ist, dass man sein Herz öffnen muss, um verletzt zu werden. Schmerzen zeigen uns, dass wir wirklich fühlen. Dass wir wirklich gefühlt haben.

Sascha.

Wenn sich irgendwann unsere Wege trennen, so sei dir gewiss, dass ich in jedem Moment, in dem ich dir sagte oder schrieb: "Ich liebe dich." es im vollsten Bewusstsein tat, dass es nicht für immer so bleiben muss und in der vollen Klarheit es zu tun, dich von Grund auf zu lieben. 

Deswegen verzeih, dass ich hier an dieser Stelle nochmals dein verhasstes Wort aufgreife, doch habe ich immer von einem Mann geträumt, der mich ausfüllt, körperlich, wie seelisch. Der charmant und witzig ist. Sozial ist. Stark ist. Klug ist. Träume hat. Proritäten hat. Freunde hat. Schwächen hat. Sarkastisch sein kann. Einfühlsam. Relaistisch. Ehrlich. Treu. Genügsam. Bedacht. Und mir dieses einmalige Gefühl gibt, es gäbe auch für mich ein glückliches Leben, denn ich würde es mit ihm führen.

Es tut mir Leid dir sagen zu müssen, dass du das alles bist für mich. Und noch so vieles mehr.

Im jetzt und hier, zwischen gerade eben und gleich, da fühle ich aus ganzem Herzen, dass ich mir kein anderes Leben vorstellen kann, als mit dir. Ich mit dir meine Zukunft plane und erträume. 

Du bist nicht mein Traummann.

Du bist mein Niemand.

Auch wenn Erinnerungen an Niemand nur Träume von gestern sind, nur ein Traummann die Träume von morgen sind. Und du genau dazwischen als die Perfektion beider Arten stehst.

 

Die Worte bleiben mir fast im Halse stecken, weil ich anfang zu weinen, denn in solchen Momenten wird mir erst bewusst, wie wichtig du mir bist und wie sehr ich mich dir hingebe, dir vertraue.

Bei allem, was gut und rechtens ist.

Ich liebe dich.

Sonne, Wasser, Wind, Vakuum, Intoleranz, Ignoranz, Frust?

Nun sitze ich wieder hier und weiß eigentlich gar nicht was ich schreiben soll. Mir fehlt Sascha. Es ist alles so schwer für mich geworden. Ich sollte an die Schule, an die Hausaufgaben denken, aber ich kann immer nur an ihn denken. Denke darüber nach, was mein Herz mir sgt und das meint, dass Stürme aufziehen werden.

Ich habe Angst.

Muss Alltag bereits so früh Einzug halten? Warum? Warum muss Alltag überhaupt die Hand über uns legen? Kann nicht jeder Tag etwas besonderes sein?

Du fehlst mir in diesen Minuten so sehr. Deine warme Haut, deine Stimme. Wie eine fremde fühle ich mich in deinen vier Wänden.

Es is schwer die richtigen Worte zu finden. Dir endlich verstehen zu geben, wie ich mich fühle, dir zu zeigen, was ich fühle.

So oft habe ich wegen dir geweint. Sei es wegen deiner Ignoranz oder deiner Dickköpfigkeit gewesen. Wie oft habe ich mich allein, verletzlich, verwirrt gefühlt? Viel zu oft. Warum muss ich so oft weinen? Nur weil ich so nah am Wasser gebaut bin? Nur weil ich so emotional, so sentimental bin?

Immer wenn ich wegen etwas weine, das zwischen uns vorgefallen ist, dann denke ich daran, wie wunderbar du sein kannst. Und wie sehr das Gefühl an mir nagt dir nicht genug zu sein. Nicht gut genug für dich zu sein.

Ein Wiederhall bei den Worten: Ich liebe dich.

Er fehlt mir.

Ich sehne mich nach Liebe und Wärme. Ich verzehre mich förmlich danach. Kann ich dir nicht genug geben, dass du oft so kalt bleibst?

Nun schau ich rüber zu deinem Platz an deinem Laptop und er ist so leer. Mein Herz weint, weil einfach etwas fehlt. Dieses Bild hat den Fehler, dass du fehlst. Versteh doch endlich, dass ich keine Realistin sein kann. Ich kann mich nicht so sehr verbiegen! Ich kann nicht aufhören zu träumen! Doch wenn ich gerade den Mut habe, zu wagen, zu träumen, dann schaffst du es mit einer Präzision, die es kein zweites Mal gibt, alles wieder zu zerstören. Wie mir auffiel, dass es gut lief, nach all diesen Streitereien, so ignorierst du mich. Meinst, meine Probleme seien unwichtig. Sag mir was ich tun soll. Sag mir was ich noch tun soll?! Du glaubst gar nicht wie sehr du mir fehlst, du dämmlicher Schwachidiot! Jede Minute, die du nicht im gleichen Raum bist wie ich, ist wie ein Nadelstich durch meine Brust, tief in mein Herz. Du kannst so oft von Alltag reden wie du willst, ich spüre doch, dass es nicht Alltag ist. Es sollte kein Alltag sein, dass du so unglücklich bist und ich Angst habe dich danach zu fragen. Angst habe dich zu verletzen, indem ich versuche dir zu helfen.

Wann verstehst du endlich, dass zu einer Partnerschaft zwei gehören? Du bist nicht allein. Nicht alles allein tragen. Ich lauf nicht weg, nur weil es schwierig wird. Vertrau mir doch. Es ist ein Gefühl, als würdest du vor mir stehen mit einem riesigen Rucksack, beladen mit Steinen und mein Rucksack hat ein paar lächerlich Steinchen drin, die im Gegensatz zu deinem wirklich lächerlich ausschauen, doch du verdeckst deinen Rucksack so raffiniert, dass mir gar nicht klar war, dass du mehr als ein paar Kiesel darin hast.

Das Schönste mit dir ist die Tatsache, dass du einfach nur da bist. Du bist der Ort, an den ich immer wieder zurückkehre, der einfach da ist. Wenn ich spür, dass dieser Ort sich einigelt, dann kann ich nicht zurückkehren.

Teile mit mir doch deine Zitrone. Dann versuch ich daraus Limonade für dich zu machen. Vielleicht hab ich Zucker.

Ich schaff es nicht dich direkt anzusprechen. Angst. Angst davor, dass du dich total verschließt, du dich gedrängt fühlst. Doch drängen will ich dich nicht. Vielmehr will ich dir zeigen, dass ich fühl, das etwas nicht in Ordnung ist. Ich bin bereit für etwas mehr Steine, für Zitronen. Wenn es dir nicht gut geht, geht es mir nur noch beschissener. Versteh endlich, wie feinfühlig ich bin. Dass unsere Streitereien vielmehr Produkt unserer beider Frust ist. Doch dieser Frust kommt nicht von uns beiden. Mein Grund für Frust bist nicht du, warst du auch nie. Meist ist es die Umwelt, immer ist es dein Fehlen. Dafür, wenn ich dich wirklich brauch, bist du da und das ist mir sehr viel wert.

Wie oft wolllte ich dir in den letzten Tagen den Hals umdrehen? Viel zu oft.

Du musst mir doch nicht sagen, was für Frust du hast, aber ihn an mir auszuleben, ist unfair, es ist gemein. Meinst du, dass das richtig ist? Und du weißt, dass das stimmt. Und ich weiß, dass du nicht wegen mir frustriert bist. Aber du solltest endlich mal kapieren, dass ich zu deiner Welt gehöre und dorthin gehören WILL und das für den REST meines Lebens.

Schau mich an. Ich brauche dich. Du bist der einzige Mensch in meinem Leben, der alles kennt. Nein, es stimmt nicht. Nicht alles, ich habe Geheimnisse, aber wer hat die nicht? Es gibt Dinge in meinem Leben für die ich mich viel zu sehr schämte, als sie jemals zuzugegeben. Es gibt Tagträumereien von uns beiden, die mir viel zu peinlich sind, als sie dir zu erzählen.

Eine Frage ist da immer in mir.

Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass ich noch nie einen Menschen so geliebt habe wie dich?

Bedingungslos vertrau ich dir. Ich gebe dir alles was ich habe, aber das Kostbarste, das ich jemals besaß, besitzt du bereits... .

Sieh mich an. Schau mir in die Augen, sag mir, dass du mich liebst. Wenn du es nicht mehr kannst, dann schau mich an und sag mir das. Unsicherheit beherrscht mich, ob es dein Frust ist, der dich so sehr von mir fortzieht oder ob andere Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Druck will und kann ich nicht auf dich ausüben, deswegen schreibe ich nicht mehr, dass ich dich brauche, dich liebe oder sonstiges.

Ich schreibe:

Du weißt, was ich an dieser Stelle gern schreiben würde.

 

Worin besteht der Sinn des Lebens? Ein Gänseblümchen wächst und verwelkt.

Wann verwelke ich? Wenn mir Sonne oder wenn mir Wasser fehlt? Oder Luft?

Was magst du von dem sein?

 

Mir ist kalt... .

Vergissmeinicht

Hat verstehen eigentlich etwas mit Verstand zu tun? Weil allein von der Wortart her sind sie im Stamm verwandt. Doch Verwandtschaft heißt nicht immer, dass das eine mit dem anderem zu tun hat oder?

Nun sitze ich hier, mitternachts Sonne genießend, mit so vielen Gedanken in meinem Kopf, die mich keine 5 Sekunen ruhig liegen lassen.

Hat nun Verstehen etwas mit Verstand zu tun? Ist man verständnislos, wenn man etwas nicht versteht? Ist man Verstandslos, wenn man etwas nicht versteht?

Was sitz ich eigentlich hier? Meine Gedanken sind viel zu wirr, viel zu schnell, als dass ich sie fangen könnte. Sie kommen mir vor wie die Farben eines Regenbogens, die so schwach und doch so deutlich und doch so unwahr sind.

Bin ich ohne Verstand, weil ich mich nicht mehr verstehe?

Doch irgendwo hat mein Regenbogen schwarze Flecken, doch sie rasen zu schnell vorbei, als dass ich sie anhalten, reinigen kann. Was schreit dort so laut in mir? Welcher alte Schmerz sucht seinen Weg an die Oberfläche?

Doch wenn man ohne Verstand ist, ist man dann nicht dumm? Was hat Intelligenz mit verstehen zu tun?

Vielleicht ist es nur die Einsamkeit. Der Stress? Die Pflichten? Die Sehnsucht! Ich vermisse ihn so sehr und doch könnte ich mir gerade keinen besseren zeitpunkt vorstellen um so weit von ihm weg zu sein. Ich will so gern bei dir sein, doch fühle ich mich viel zu schwach, als dass ich nicht sofort zusammenbrechen würde vor deinen Füßen.

An sich eine ganze Menge, aber muss man intelligent sein, um etwas zu verstehen? Vielleicht ist Intelligenz in diesem Sinne auch nur begreifen? Und ist Begreifen nicht das gleiche wie verstehen?

Schau mich an, du, der alles weiß. Du, der alles von mir wissen sollte! Schau mich an und sag mir, dass alles wieder gut wird, dass ich dich nicht verlieren werde. Was sind das für Gefühle? Was sind das für Gedanken? Du fehlst mir! Ich brauch dich. Bitte bleib bei mir! Komm nicht näher! Sonst siehst du nur, wie schwach ich bin.

Aber Begreifen hat doch wieder etwas mit Greifen zu tun. Und kann ich nach einer Sachlage Greifen? Kann ich eine Chance "er"greifen?

Wenn ich mich umschau, dann bist nur du da, der mir wirklich zuhört, der wirklich DA ist. Niemand anders fragt mich auch nur einmal wie es mir geht! Ist das nicht eine traurige Billanz? Zu wisssen, dass man eigentlich so viele Freunde hat, die eigentlich nur bei dir sind, weil sie Probleme haben? Gehen sie, wenn die Probleme weg sind?

Und wenn ich eine Chance ergreifen kann, welche ist das? Vielleicht diese bei dir zu bleiben? Diese bei dir zu sein? Diese, mich deine Freundin nennen zu dürfen? Doch was hat Verstehen mit unserer Beziehung zu verstehen? Muss man eine Beziehung begreifen wie den Satz des Pythagoras?

Ich weiß, dass du NICHT GEHEN WIRST! Du gehst nicht, nur weil wir keien Probleme hätten. NEIN! Du würdest dich noch enger an mich schmiegen. Umso weniger will ich Probleme in unserer Zukunft. Desto mehr will ich alle Probleme bereits im Keim ersticken. Will dich an meiner Brust wissen.

Kann man eine Beziehung auch mit einer Formel bestimmen? Ein Ich+ Du = Wir? Muss man das erst verstehen?

Ich will dich nicht nur nachts bei mir haben. Will dich nicht nur neben mir schlafen sehen. Vielleicht ist es Angst vor Veränderungen? Angst davor, dass ich nicht stark genug bin um diese Veränderungen zu verkraften? Ich verkrafte ja nicht einmal diesen Einbruch in meine kleine heile Welt, die ich versucht habe mit dir aufzubauen... nein... in deine kleine heile Welt, in die du mir erlaubt hast mit dir zu leben.

Und wenn das Du ganz und das Ich nur halb ist, haben wir dann  1 1/2 Wir? Bin ich so halb? Bin ich halb, weil ich nicht verstehe, weil ich nicht begreife, was kommen wird, weil ich nicht ergreife, was Beziehung ist?

Oh, du hast gar keine Ahnung davon wie sehr ich es jedes Mal genoss, wenn die Probleme fort waren, wenn ich bei dir war. Wie mich vollkommene Ruhe übermannte, wie mich Frieden überwältigte. Und wie viel Angst nun in meinem Herzen wohnt das alles zu verlieren. Ich halte niemals so viele Menschen in meiner Umgebung aus. Ich kann so viel nicht ertragen. ich brauch meine Abgeschiedenheit, meinen Frieden, meine Ruhe.

Vielleicht verstehe ich auch immer noch nicht, was Liebe ist? Aber wer begreift schon wirklich dieses unwirkliche Wort Liebe? Dieses unbegreifliche Gefühl Liebe und diese unsaglichen Taten mit den Worten der Liebe auf der Zunge?

Du sicherst mir diese Ruhe, diesen Frieden zu, wie sehr hofft mein Herz, dass du Recht hast. Ich brauch dich. Und ich brauch dich manchmal in Ruhe, in Frieden. Auch wenn du an deinem PC und ich an meinem sitze. Wenn wir One Piece schauen, wenn sonst was ist, aber manchmal einfach mit dir allein sein. Ich ertrage keine Menschen. Du bist der erste Mensch den ich ernsthaft über mehrere Tage hinweg ertrage, ohne dass er mir so unsäglich auf die Nerven geht, dass ich demjenigen gerne den Schädel abreißen und dann wieder rückwärts aufnähen kann, damit ich was zu lachen hätte. Wie makaber...

Wie viele Opfer der Liebe wohl schon geliefert wurden? Wie viele Opfer wohl ihr Los nicht verstanden?

ICH VERSTEHE DAS NICHT!

Vor wenigen Wochen sprachst du noch in voller Liebe, sprachest mir in aller Liebe, in Frieden, in Ruh zu, dass unsere Liebe stärker ist, als die Unruhen, die in unser Leben treten! Hast mir geschworen alles zu tun! Hast gesagt du hälst mich fest! So halt mich doch endlich! Sprich nicht von Trennung, wenn du mich halten willst. Sprich nicht von Verstand, wenn es um Liebe geht! Ich sehe, wie du dich benimmst, dich bewegst, dich gibst, wenn andere dabei sind. Und ich spüre in meiner Brust, wie tief gerade deine zynischen Worte gehen. Merke, wie tief deine Beleidigungen in mir gehen und immer noch nicht meine Augen trocknen lassen.

Sag mir doch WIE LANGE?! Wie LANGE?! Wie lange habe ich gebraucht, um endlich den Rest der Welt mit ihren Neckereien, Verleumdungen und Intrigen zu missachten?! Wie lange habe ich gebraucht, um zu verstehen, dass ich mich nur selbst wiederspiegeln kann und nicht mein Umfeld mein Spiegelbild ist?! Warum hast du das gesagt? Warum? Ich verstehe das nicht?! Warum musstest du das tun? Warum mich so verletzen?  Warum mein Herz brechen, mein Vertrauen zu dir so rapide schrumpfen lassen? Was war das? Was war das ganze überhaupt?

Du hast in wilder Rage geschrieben! Ich wollte dich aussprechen lassen, doch in diesen Momenten schreibst du dich selbst so sehr in Rage, dass ich für ein Wiederwort gar keine Zeit habe. Du interpretierst Dinge in meine Worte, die nie waren und nie sein werden! Willst du diese Dinge sehen? Oder hast du ANGST davor diese Dinge in meinen Worten zu finden? Ich weiß, dass du Angst hattest einen Schritt zu weit gegangen zu sein. Du warst immerhin nicht wirklich offline, sondern unsichtbar. Du wolltest meine Antwort lesen. Du wusstest, dass ich nicht aufgebe, dass ich nichts ungesagt im Raum stehen lasse. An sich ist dieses Thema gegessen, aber warum musstest du mich so beleidigen, wie es einst mein Umfeld ständig tat? Warum schikanierst du mich auf diese gleiche Art und Weise? War es deine Wut? Wovor muss ich noch Angst haben, wenn du in Wut gerätst? Dass du mich schlägst? Dass du mehr tust, als mich nur zu beleidigen?

Warum verstehst du nicht?

Warum versteh ich nicht?

Warum haben wir beide uns nicht verstanden?

Vielleicht weil Verstehen etwas mit Verstand zu tun hat und dieser Verstand ist bekanntlich ausgeschaltet, sobald die Liebe im Spiel ist und noch schwieriger wird es, wenn man versucht eine Liebe, in Form einer Beziehung, zu planen.

Im Laufe dieses Schreibens verstehe ich, dass ich niemals hätte Angst haben müssen. Dass, es keine Angst, sondern Panik war, die mir von meinem Gehirn auf mein Herz tröpfelte und es schneller schlagen ließ.

Ich vertrau dir.

Ich liebe dich.

Lieber lasse ich die gesamte Welt um uns herum untergehen, als dich herzugeben, als mich je wieder mit dir so zu streiten.

Magst du meine Hand nehmen und wir gehen zusammen? Zusammen in das Abenteuer Zukunft? Auch wenn das Ich nur halb ist? Auch wenn das Wir nicht ganz ist?

Halt mich.

Du fehlst mir.

Zitat

Mal nur ein kleiner Einschub aus dem Buch Sofies Welt von Jostein Gaarder:

"Du kannst auch nicht wissen, ob jemand anders dich gern hat. Du kannst es nur glauben oder hoffen. Trotzdem ist es für dich wichtiger, als die unbestreitbare Tatsache, dass die Winkelsumme in einem Dreieck 180° beträgt. Man denkt schließlich auch nicht an das Kausalgesetz oder die kantischen Formeln der Anschauung, wenn man den ersten Kuss bekommt."

S. 449

Ein halbes Jahr, ein ganzes Jahr, ein ganzes Leben?

Ich sitze hier nicht um mich zu fragen, ob ich mit ihm mein ganzes Leben lang zusammen sein werde.

Ich sitze hier nicht um mich zu fragen, ob ich im August immer noch so glücklich bin wie heute.

Wer könnte mir auch schon die Frage nach dem Morgen beantworten?

Wenn ich eines gelernt habe in diesen 18 Jahren, dann das.

Niemand ist allwissend.

Nun werden meine eingesessenen Leser aufmerken müssen. Ich wäre doch schwer enttäuscht von euch wenn nicht. Ja, Niemand. Eigentlich war dieser Begriff mit Sascha zusammen verschwunden. Diese Schattengestalt ins Licht getreten. Ich habe nicht das Gefühl, dass Sascha nicht mein Niemand ist, aber ich will sagen, dass Niemand eine utopische Fantasiegestalt war, der ich mein Herz geschenkt habe. Eigentlich habe ich Niemand ins Licht geschubst. Ihn ausgelöscht. Und nun? Nun ist die Angst vor der Leere da. Angst vor dem kompletten Allein sein.

Ja, ich kann mir ein Leben mit Sascha sehr gut vorstellen. So gut, dass mein Herz vor Freude Luftsprünge macht und ich spüre tief in mir, wie ernst diese Worte gemeint sind. Wie ernst mir alles ist und ich merke, dass diese Gefühle das erste Mal mein Herz regieren. Es ist der Wunsch nach Realität. Vielleicht werde ich ein realistischer Träumer oder aber Sascha ein träumender Realist oder wir beide ein Teil von beidem. Doch wenn wir uns so nah sind, wo ist die Grenze? Wo bin ich, ich? Wo ist er, er?

Ich will nicht zu einem Paar gehören, das sich vollkommen gleich ist. Deswegen liebe ich die Streitereien mit ihm. Die geben mir Leben, die zeigen mir die Grenzen meines und seines Individuums. Und die wohl klarste Grenze unserer beiden Welten heißt Berlin und Hamburg. Schmerzende Erinnerungen steigen auf. Es ist schwer in die Bahn zu steigen und mit jedem Meter, die dieser Zug weiterfährt das Gefühl zu haben, etwas zurückgelassen zu haben. Mehr, als nur sein Herz. Mittlerweile habe ich das Gefühl Teile meiner Seele dort zu lassen.

Die ganze Zeit denke ich: NUR NOCH EIN JAHR! Ich schaffe das! Doch dann ist da wieder diese beklemmende Schmerz und ich spüre wie sehr er mir fehlt.

Abends wenn ich einschlafe, dann fehlst du mir, weil mein Bett so leer ist.

Morgens fehlst du mir, weil deine Wärme fehlt.

Nachmittags fehlst du mir, weil du nicht da bist um einfach nur da zu sein und ich fühle mich so allein.

Abends fehlst du mir, weil du nicht da bist, dass wir zusammen essen können.

So könnte ich Tage, Wochen, Monate weitermachen und es würde doch nichts bringen.

Heute sind wir 6 Monate zusammen und ich muss sagen, dass ich auf eine Sache in der Realität niemals so Stolz gewesen bin, wie dieses zarte Pflänzchen unserer Beziehung. Es ist eine Bestätigung für mich und dich. Für uns. Es kann gehen und ich glaube daran. Gibt es was schöneres, als uns?

Beinah glaube ich, dass sich eine Paralyse über meien Gefühle gelegt hat, weil ich nicht wie sonst fühle. Es ist so tief, so gewiss in mir, dass ich einzig und allein nur den Schall noch höre und mich nicht tiefer in diese Gefühle hineinwage. Magst du nicht mit mir zusammen gehen? Wollen wir nicht zusammen tiefer gehen?

Ein halbes Jahr ist nur ein kleiner Schritt im Vergleich zu einem ganzen Leben. Doch es ist der erste kleine Schritt.

Wärme durchzieht meinen Körper, denn mir wird klar, wie sehr ich dich liebe. Oh glaube mir, Sascha. Du bist nicht der Niemand auf den ich all die Zeit hoffte. Du bist nicht mein Retter, kein Ritter. Du bist einfach Sascha und niemals hätte ich gedacht, dass mich diese simple Sache so glücklich macht.

Du machst mich so glücklich.

Danke. Danke für all die schöne Zeit und danke für all die Zeit, die noch kommen wird.

Ich liebe dich.

 

Mein Haustier ^^

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Der November

Heute ist der 22. November und niemals hätte ich gedacht, dass dieser Monat, der eigentlich ein voller Spielemonat werden sollte, so viele Probleme mit sich bringt.

Zuerst einmal geht genau am 12. November mein PC kaputt. Das Mainboard hatte das unheimliche Verlangen durchzubrennen. Zum Glück war ich an dem Wochenende noch bei Sascha und er hatte für mich einen neuen rausgesucht und das Wochenende war auch wirklich schön, aber als ich am Sonntag Abend diesen PC bestellen wollte, war dieser ausverkauft. So bestellten wir einen der etwas weniger konnte, aber auch in Ordnung war, doch ganz ehrlich, wie viel Zufall ist das denn noch?

Am 19. November werde ich gleich morgens von meiner Mutter und meiner Schwester angemeckert und Sascha murrt, weil wir zu oft telefonieren. Und an diesem Nachmittag ruft mein Onkel väterlicherseits an und berichtet, dass mein Vater verstorben ist. Ich wusste nicht was ich fühlen sollte. Was fühlt man in solchen Momenten? Dieser Gedanke, dass mein Vater tot ist, wühlte sich wie dicker Sirup durch meinen Kopf und ließ sich nicht ignorieren. Am 24. November ist die Beerdigung und es ist immer noch ein komisches Gefühl. Ich kann es nicht ganz glauben, nicht ganz verstehen. Allerdings muss man sagen, dass ich ihn 11 Jahre nicht mehr gesehen hatte und er mich schwer enttäuscht hatte, weil er sich nie um mich kümmerte, aber trotzdem bleibt immer wieder dieser Gedanke, dass es der eigene Vater ist. Irgendwo hatte ich immer gehofft ihn noch einmal wiederzusehen. Zu gerne würde ich wissen was er zu der Frau sagt, die ich geworden bin. Ich brauche sein Urteil nicht, aber irgendwo ist Blut wohl wahrhaftig dicker, als Wasser und tiefe Trauer erschütterte mein Herz. Im Grunde habe ich ihn nicht verloren, das habe ich bereits viel früher, aber jetzt ist auch der Gedanke fort, dass dort drüben auf der anderen Seite von Berlin mein Vater lebt. Jemand, an den ich mich so klar erinnere, ist tot. Dieser Gedanke macht mir zu schaffen und zeigt mir nur wie sterblich wir Menschen sind. Ein Band, was mich immer hier in Berlin hielt, wurde zerrissen vom Schicksal. Und selbst jetzt kann ich es noch immer nicht richtig glauben, dass er einfach tot sein soll. Immer noch der Gedanke, dass es alles ein riesengroßer Scherz ist, ein Missverständnis. Aber das ist es wohl nicht. Ein Mensch, der nichts mehr mit meinem jetzigen Leben zu tun hat, aber früher ein Teil war, ist nun fort.

Und während ich mich mit diesen Gedanken herumschlage und mich frage, warum das alles passiert, da kommt meine Nichte und ich rede mit ihr, über ihre Zukunft. Was ist nach der 10. Klasse?

Ehrlich sagte ich ihr ins Gesicht, wie es aussieht. Wie die Realität aussieht. Was sie jetzt tun muss und dass sie viel zu spät dran ist mit diesen Gedanken. Ich sehe ein, dass ich es zu ernst, zu lehrerhaft gesagt habe und sie lief weinend nach Hause. Auch ich kenne diese Verzweiflung, wenn man nichts mehr mit sich anzufangen weiß und man das Gefühl hat, dass diese Welt einen erschlägt. Aber ich hatte mehr oder minder das Glück, dass ich Sascha habe, der mich immer getröstet hat und immer einfach da ist als eine Konstante in meinem Leben. Meine Schwester erachtete es als nötig mich anzurufen und anzubrüllen, was ich denn mit ihrem „armen“ Kind gemacht hätte und dass sie aufgelöst in Tränen im Bett liegt. Sie hat mich angebrüllt als wäre ich eines ihrer Kinder und die Aussage von ihr: „Ich bin jetzt mit dir fertig. Jetzt reicht es mir wirklich mit dir!“, vielleicht kann mir einer sagen, was ich bisher verbrochen habe, doch mir fällt nichts ein. Immer habe ich Anna geholfen und versucht nur das Beste für sie zu tun und habe viel Zeit geopfert für sie und ihre Schulaufgaben. Niemals habe ich erwartet, dass ich dafür etwas bekomme, doch es gänzlich außer Acht lassen und mir unterstellen ich wolle Anna nur fertig machen ist zu viel. Dabei will ich es nicht einmal wahr haben, dass Anna vielleicht irgendwas erzählt haben könnte, was nicht stimmt, denn wenn sie so verlogen ist, dann macht es mich krank. So wie das gestern alles rüberkam, so war allein ich Schuld. So war nur ich die Böse. So habe ich Anna gesagt, dass sie dumm und blöd ist. Immer war ich die, die Andrea und ihre Kinder in Schutz nahm. Mich wirklich sauer zu machen ist schwer, weil ich oft die Menschlichkeit als Begründung für alles benutze, aber Ungerechtigkeit kann ich nicht ertragen. Und ja, ich fühle mich ungerecht behandelt. Sie behandelt mich wie eines ihrer Kinder, das Mist gebaut haben soll und ich wüsste nicht, was ich Schlimmes getan habe, außer Anna die Wahrheit zu sagen, wie es in der Realität aussieht. Vielleicht weinte sie und vielleicht ist sie auch heute noch traurig, aber das nächste Mal, wenn die Realität sie einholt, dann wird sie weniger hart auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt. Und was hat sie erwartet? Dass ich einzig und allein ihre Luftschlösser untermauere? Wie kann ich jemanden, den ich wirklich lieb habe ins offene Messer laufen lassen, wenn ich es doch so genau sehe? Ich konnte es nicht und deswegen tat ich es auch nicht. Lieber bin ich jetzt die Böse, als später die Verbrächerin zu sein, die sie hat fallen lassen. Doch an der ganzen Sache hat mich wirklich verletzt diese Formulierung, was ich mir denn schon „wieder“ geleistet habe. Sich gegen seinen letzten Befürworter zu stellen ist, wie sich das Fleischerbeil ins eigene Bein zu rammen und sie tat es gestern. Sie hat bei mir verloren und verzeihen werde ich das nicht so schnell. So ist für mich auch eine weitere Schwester gestorben. Langsam werde ich arm an Geschwistern.

Jetzt sitze ich hier und schreibe es einfach mal runter, damit ich mich nicht immer wieder mit den quälenden Gedanken plagen muss, sondern sie auf Papier gebannt aus meinem Kopf verschwinden. Heute Nacht will ich einfach nur Musik hören und spielen mit meinen Freunden und vor allem Sascha. Er fehlt mir sehr, doch am 19.12. sehe ich ihn schon wieder und dann verbringen wir Weihnachten und Silvester zusammen, ehe ich wieder gehen muss und dann fängt das Halbjahr an mit den vielen Ferien und ich sehe ihn schon arm werden, wegen den Bahnpreisen. Ich hoffe, dass der November schneller zu Ende geht und nichts mehr geschieht. Es war wirklich genug.

Ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass ich mich fühle als wäre ich ein letztes Stück Dreck, weil ich Mathematik kein Wort verstehe und die nächste Klausur voll in den Sand setzen werde und bei der Grundlage will ich Steuerfachkraft werden.

Mal sehen, was noch kommt...

Nagende Eifersucht, blinde Zweifel, traurige Einsamkeit?

Gestern Abend lag ich in meinem Bett und mein Kopf schwirrte. Es tat so weh. Diese elendigen Kopfschmerzen. Die Bäume vor meinem Fenster beugten sich dem Wind und ich fragte mich, ob ich mich wohl auch so beuge? Die Schatten tanzten an der Decke.

Schwachsinn! Wem beuge ich mich schon? Ich bin immer noch ein Dickkopf, wie eh und je... oder?

Zweifel beschlichen mich. Verstelle ich mich, damit ich der Welt besser gefalle? Habe ich eine neue Maske entwickelt oder bin ich wirklich einfach nur Zufrieden? Eigentlich gehe ich Konflikten aus dem Weg und verschließe die Augen vor ihnen? Warum? Weil ich das Gefühl habe auch einmal Frieden und Ruhe zu verdienen. Nicht diese ständigen Schmerzen, die so lange Zeit mein ständiger Begleiter waren. Doch wenn ich an Das denke, was mir solche Freude bereitet, so breitet sich in meinem Geist ein Gefühl der Beklemmung aus. Es ist, als wären die Erinnerungen hinter Glas und verschwimmen von Tag zu Tag mehr. Doch der Gedanke die Erinnerungen aufzufrischen in 6 Tagen macht mich glücklich, doch die Freude, die nun fehlt legt Fragen frei. Fragen, die zu Problemen führen. Probleme die zu Verbitterung führen. Warum fühle ich mich immer noch so einsam? Warum fühle ich mich so wertlos? In meinem Kopf bin ich für den Rest der Welt nicht mehr als ein Stück Dreck, das man herumtreten darf, wie man will. Doch Sascha weckte in mir die Zweifel, ob es wirklich richtig ist. Mir fehlt so sehr jemanden mit dem ich reden kann. Einfach offen sagen, was mich beschäftigt und derjenige versteht einfach und veruteilt nicht. Angst ist nun mein ständiger Begleiter. Vorallen Angst davor, dass wenn Sascha viel über meine Vergangenheit erfährt und viele meiner Einstellungen, dass er mich nicht mehr lieben könnte. Dazu muss ich sagen, dass etwas in mir mich immer wieder anschreit und sagt, dass das gar nicht geht. Dass er niemals gesagt hätte, dass er mich liebt, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre. Dann machen sich Zweifel breit. Gedanken gehen zurück zu dem Tag und vielleicht fühlte er sich unter Druck gesetzt. Ich weiß es nicht.

Verkriechen hinter Büchern will ich mich und für die nächsten 2 Jahre nicht mehr hervorschauen, doch das kann ich nicht. Ich bin niemand, der einfach alles ignoriert. Ich kann das einfach nicht. Vorwürfe für nichts und niemanden genug Zeit zu haben belasten mein Gewissen, aber nichts und niemand tut etwas dafür, um mir dieses Gewissen zu erleichtern. Niemand schmiert mir das Brot oder sagt einfach mal so, dass ich meine Sache gut mache. Und verdammt, ja, ich brauche die Bestätigung, wenn es mir schlecht geht. Wenn ich alle 5 Minuten brauche um zu schlafen, weil ich so erledigt bin, wenn mein Gewissen so schwer ist, dann brauche ich das. Dann will ich das brauchen müssen. ich will von ihm hören, dass er sich freut und nicht das Kommentar, dass ich das wissen müsste. Woher sollte ich es wissen? Woher, wenn ich mich als Last, als Dreck ansehe?

Wenn ich nachmittags erledigt von der Schule komme und mein Zimmer betrete, dann ist es einfach leer und ich schließe die Tür hinter mir in der Hoffnung, dass all die Probleme und die Welt draußen bleibt. Doch diese Stiche im Herzen verfolgen mich weiter. Zweifel an mir, an allem. Ständig lebt Skepsis in mir auf. Warum?! Sie zerstört mir die schönsten Gedanken.

Meine Selbstwertschätzung ist mal wieder dabei gegen Null zu tendieren und das aus so vielen Gründen.

1. Welche Frau will schon ständig hören, dass sie fett ist? Jetzt übergebe ich mich, sobald ich was gegessen habe und nehme wie üblich rasant ab, weil ich, da ich Übergeben hasse, das Essen mal einfach abgeschafft habe. Doch das bringt nicht gerade Kraft um immer wieder die Zweifel, Sticheleien und Konkurrenzkämpfe der anderen Stand zu halten. Aber wer sollte mir schon helfen? Wer sieht das denn schon? Niemand. Wie immer Niemand... Niemand kann hellsehen.

2. Verdammt nochmal, ich bin es gewohnt überschüttet zu werden mit Loben von Lehrern und ich versuche alles zu geben und sie kommen so zaghaft, dass es mich ankotzt und ich merke, dass ich immer mehr geben will, doch dass es einfach nicht geht, da ich keine Energie mehr habe und am liebsten vom Stuhl rutschen würde in der Schule und einfach schlafe. Diese Verzweiflung, dieser Zwiespalt zwischen dem Fett-Sein und der Energie die ich eigentlich brauche hört nicht auf und ich sehe mich als so dumm an, mich mal wieder so beeinflussen zu lassen.

3. Wie kann ich mich hübsch und unbesiegbar fühlen wenn ich so scheiße aussehe, wie ich aussehe. Verquollene Augen, schlechte Haut, rote Nase und ständig ein schmerzender Hals. Ich fühle mich eigentlich eher, dass michd er nächste Windstoss umhaut.

4. Schule. Wie schlimm es ist in manchen Stunden. Ich sitze dort und habe keine Ahnung von was der Rest spricht und Scham steigt in mir auf und die gesamte Stunde tu ich nichts anderes, als es so wirken zu lassen, dass ich verstehe, was die anderen sagen und einfach immer zu nicken, in der Hoffnung, dass ich es IRGENDWANN verstehe. Ständig immer die Angst die anderen hätten wieder eine Angriffsfläche um sich über mich lustig zu machen, verleitet mich dazu so oft wie möglich in meinen Freistunden woanders zu sein und eine gewisse Gefühlskälte und Neutralität an den Tag zu legen, die mich selbst erschreckt. Das in der Schule bin nicht länger ich. Bin ich das überhaupt noch, was ich einst war? Ein Kind bin ich nicht mehr und ich merke, dass mir die Energie fehlt um noch so aufzudrehen, wie einst.

Ich möchte einfach nur glücklich sein und endlich dieses Selbstvertrauen finden, das ich brauche um mich nicht ständig von anderen abhängig zu machen. Warum sieht Sascha nicht, dass ich mich von ihm abhängig machen muss, damit ich lerne die ersten Stränge zu kappen und doch ihn immer zu haben, der mich einfach nur hält. Einfach da ist. Ich brauche eine Zuflucht, denn die Welt bleibt nicht länger aus meinem Zimmer draußen und du solltest wissen, Sascha, dass ich dich als meine neue Zuflucht missbrauchen möchte und ich dich brauche. Stoss mich nicht ständig zurück. Das ertrage ich nicht. Dann binde ich immer stärker an andere Menschen, die es nicht so gut mit mir meinen wie du. Dann kommt manchmal dieses Gefühl auf, wieder Zweifel, Zweifel an dir, die ich mir nicht gestatte, doch sie sind da. Du hast ebensowenig wie ich alles in deinem Leben abgeschlossen. Ich frage mich, ob wir glücklich werden, wenn wir es nicht machen. Allerdings muss ich sagen, dass ich eifersüchtig auf sie bin. Niemals werde ich ihren Status einnehmen, sagt mir mein Gefühl und mein Kopf gibt dem Recht. Dazu stößt du mich viel zu oft weg. Dabei will ich dir nicht nur körperlich, sondern auch seelisch nahe sein. Die letzte Hoffnung ist, dass alles die zeit für mich regelt, doch was passiert wenn nicht?

Ich will dich nicht verlieren. Ich will dich brauchen.

Dich liebe ich.

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